Landesjugendtreffen

In Bayern gibt es zahlreiche Jugendliche die den Luftsport als ihr Hobby haben. Dabei handelt es sich nicht nur um Segelflieger, sondern auch um Motorflieger, Fallschirmspringer, Ultraleichtflieger, Modellflieger und Ballonfahrer. Da all diese jungen Menschen sich bei der Ausübung ihres Hobbys mehr oder weniger am selben Ort befinden (nämlich in der Luft), sind sie auf besondere Weise verbunden. Jedes Jahr treffen sich ca. 300-450 dieser Jugendlichen um den Kontakt untereinander zu pflegen und auszubauen. Dieses Landesjugendtreffen wird jedes Jahr von einem anderen Luftsportverein ausgerichtet.

Landesjugendtreffen der Bayerischen Luftsportjugend 2005 in Fürth

Wie jedes Jahr stand auch nun wieder im Herbst das Landesjugendtreffen der Bayerischen Luftsportjugend kurz Laju vor der Tür. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren wir diesmal eher eine kleine Gruppe: Peter, Jo, Karin, Petra, Valentin und Michi.

Samstag früh machten wir uns auf Richtung Norden und trafen gegen Mittag auf dem Flugplatz in Fürth ein. Ungewöhnlich für ein Laju: es herrschte bestes Herbstwetter, keine sintflutartigen Regenfälle, keine Temperaturrekorde im Minusbereich - beste Voraussetzungen für ein gelungenes Laju.

Nach einem kleinen Mittagessen - man höre und staune, es gab Chili - wurden wir vom Aero-Club Dachau e.V. zusammen mit zwei Mädels aus Unterwössen in eine Gruppe eingeteilt, um die obligatorische Olympiade zu bestreiten.

Hierbei werden Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamgeist der Teilnehmer auf die Probe gestellt. So mussten wir eine Kleiderkette bilden (wir männlichen Teilnehmer haben uns geopfert und bis auf die Unterhose unseren Beitrag zur Kleiderkette geleistet, andere Vereine opferten sogar noch dieses Kleidungsstück), in einer Blindenpolonaise mit einem Sehenden durch ein Labyrinth steuern, ein Auto anschieben, mit Bobby-Cars um die Wette fahren, sowie diverse Geschicklichkeitsspiele absolvieren. Näheres zu den Stationen gibt es auf www.laju2005.de.

Im harten Theorieteil der Olympiade knobelten wir anschließend an so mancher Denksportaufgabe. Zudem war verlangt, während der gesamten Olympiade ein Wasserglas mitzuführen, dessen Inhalt nicht verschüttet werden durfte (aus Gründen der Betrugsverhinderung war das Wasser bei jeder Gruppe unterschiedlich gefärbt). Natürlich haben wir das Wasser schon nach kurzer Zeit verschüttet, aber unser Einfallsreichtum, das verschüttete gefärbte Wasser durch einen Mix aus Holunderbeerensaft und klarem Wasser wieder aufzufüllen, brachte uns sogar noch Kreativpunkte ein.

Mittlerweile war es schon Abend geworden und wir hungrigen Luftsportler wurden mit Schnitzel und Kartoffelsalat versorgt.

Daraufhin fand für die Vereinsjugendleiter die Landesjugendversammlung im Clubheim der Fürther statt, bei der die Landesjugendleitung einen Rück- und Ausblick ihrer Tätigkeit gab und ihren Rechenschaftsbericht ablegte. Für die restlichen Teilnehmer des Lajus konnte die legendäre Laju-Party schon beginnen.

Auch wir Dachauer ließen uns nicht lumpen und machten die mit Sand aufgeschüttete Strand-Tanzfläche unsicher. In Kooperation mit den Paterzellern lieferten wir eine beeindruckende Vorstellung im Extrem-Luftgitarre-Spielen.

Doch irgendwann ist auch die schönste Party zu Ende und so ließen wir uns vom Fürther Shuttle Service in eine nahe gelegene Turnhalle zum Übernachten chauffieren. Diese war wohl für die ca. 350 Teilnehmer des Lajus etwas unterdimensioniert und als Spätankömmlinge war für uns nur noch der undankbare Platz vor den Eingangstüren frei. Einige Spezialisten konnten nicht umhin, die Nachtruhe durch permanentes Licht an- und ausschalten zu stören, aber sie haben zum Glück relativ schnell die Lust daran verloren.

Mehr oder weniger ausgeschlafen ging’s Sonntag früh wieder zurück zum Flugplatz Fürth zu Frühstück und Siegerehrung. Zudem fand auch noch eine spektakuläre Kunstflugvorführung mit einer Extra 300 statt. Bilder davon gibt es ebenfalls auf www.laju2005.de.

Wir konnten uns in der Laju-Olympiade sehr weit hinten platzieren, fernab jeglicher Gefahr, das Laju 2006 ausrichten zu müssen. Diesmal hat es die armen Paterzeller als Erstplatzierte getroffen, doch wir sind uns sicher, dass dieser veranstaltungserprobte Verein diese Herausforderung bestens meistern wird.

Fürth war ein sehr schönes Laju, großes Lob an die Veranstalter!


1.1.2006
Text: Valentin Faust und Johannes Wolf